„Das Paradies der Sehnsucht“ - Paul Gaugin

Sonntag 18.3.2012 | 11 h

ein Vortrag mit Dr. Hans Thomas Carstensen, Kunsthistoriker. Obwohl Paul Gauguin (1848 – 1903) erst spät sein Hobby zum Beruf machte, ist er ein bahnbrechender Künstler der Moderne geworden. Mit der Flächigkeit seiner Bilder und seiner Abkehr von der naturgetreuen Wiedergabe beeinflusste er maßgeblich die Kunstentwicklung des 20.Jahrhunderts.
Aber auch der Mensch Paul Gauguin erscheint heute wie der Prototyp eines modernen Künstlers: Er präsentierte sich dem Publikum als extravaganter Außenseiter und weckte damit Sehnsüchte nach einem aufregenden Leben jenseits bürgerlicher Normen. Vor allem die auf Tahiti entstandenen Werke legen nahe, dass er dort die beneidenswerte Existenz eines ungebundenen Aussteigers geführt hat.
Die Realität sah anders aus: Chronischer Geldmangel und quälende Krankheiten machten ihm das Leben in der Südsee zur Hölle. Doch das Traumbild, das er von sich und seiner Welt erschaffen hat, sollte stärker wirken als jede deprimierende Wirklichkeit. Und so sehen wir Paul Gauguin heute als Schöpfer eines überwirklichen Paradieses – eingewoben in seinem Traum vom zeitlosen Glück.

€ 8, Mitglieder des Freundeskreises € 6, ermäßigt € 4

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