Vorschau

Otto Pankok: "Das Wesen ergründen"

2. Juli bis 8. Oktober 2017

Otto Pankok Selbstbildnis









Expressiver Realist, Grafiker und Bildhauer – Otto Pankok (1893-1966) war eine vielseitige Künstlerpersönlichkeit und ein hellsichtiger Beobachter des deutschen Zeitgeschehens der Weimarer Jahre und der NS-Zeit. Seine großformatigen „Kohlegemälde“ sind einzigartig in der deutschen Kunst. 1958 schnitt er sein Selbstbildnis in die Tür seine Ateliers und schuf so den wohl größten Holzschnitt der deutschen Kunstgeschichte.

Otto Pankok: Selbstbildnis, © Otto Pankok Stiftung


Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr 2016:

Zum Gedenken an Jutta Bossard (1903–1996)


Ein Themenjahr rund um Jutta Bossard, um Künstlerpaare und um starke und kreative Frauen

Jutta Bossard mit BüsteEigentlich wollte sie sich im Juli 1926, nach abgeschlossenem Studium, nur von ihrem Lehrer Johann Bossard verabschieden und dann zu einer Studienreise nach Paris aufbrechen. Doch Johann Bossard lud die 23jährige Carla Augusta Elsine Dorothea Krull, die von allen nur „Jutta“ genannt wurde, spontan zu einem Abschiedsbesuch in seinem Anwesen am Rande der Lüneburger Heide ein und hielt dort um ihre Hand an.
Kurz darauf heirateten Johann und Jutta und die junge Frau widmete sich fortan mit ihrer ganzen Tatkraft dem weiteren Ausbau der Kunststätte, dem sich schon ihr Mann verschrieben hatte.

Jutta Bossard war nicht nur eine talentierte BildhauerinJohann Bossard Jutta Bossard.jpg und Keramikerin, sondern auch eine mutige Frau, die seit dem Tod ihres Mannes im Jahr 1950 unermüdlich für den Erhalt des gemeinsamen Lebenswerkes kämpfte. Erst 1995, ein Jahr vor ihrem Tod, konnte sie schließlich noch erleben, dass die „Kunststätte Bossard“ in eine Stiftung überführt wurde, die den Erhalt dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks dauerhaft sichert.


Im Jahr 2016 jährt sich der Todestag von Jutta Bossard zum 20. Mal. Dies soll der Kunststätte Bossard Anlass sein, ihre künstlerischen Leistungen und ihr Vermächtnis, den Erhalt der Kunststätte Bossard, besonders zu würdigen.

Abbildungen:
Jutta Bossard mit Plastik (Foto Archiv Kunststätte Bossard)
Johann Bossard, Bildnis Jutta Bossard, 1950 (Foto Christoph Irrgang, Hamburg)

Kunst. Vision. Leidenschaft. Das Künstlerpaar Jutta und Johann Bossard

23.9.2016 – 30.6.2017

Johann Bossard Die drei Gesichter meiner Frau.jpgMit 29 Jahren Altersunterschied und einer zunächst distanzierten Lehrer-Schüler-Beziehung starteten Jutta Krull und Johann Bossard unter schwierigen Rahmenbedingungen in ihre Ehe. Aus der wechselseitigen Bewunderung und der gemeinsamen Leidenschaft für die Kunst entwickelten sich jedoch eine innige Partnerschaft sowie eine im hohen Maße produktive  Arbeitsgemeinschaft.


Die Bedeutung von Jutta Bossard – und auch ihrer Eltern und Geschwister – für den weiteren Ausbau der Kunststätte Bossard war zentral. Jutta Bossard beteiligte sich an der künstlerischen Ausgestaltung des Kunsttempels, sie schuf einen Teil des skulpturalen Bildprogramms für den Eddasaal und fertigte Kunsthandwerk für den Alltagsgebrauch: von bemalter Keramik über Textilien bis hin zu geschnitzten Schalen und Kerzenhaltern. Insbesondere ihr Vater und ihre Schwester beteiligten sich auch an der weiteren Ausgestaltung und Bewirtschaftung der Gartenanlage, schufen Textilien nach Entwürfen der Bossards und hielten dem Künstlerpaar den Rücken frei.

Jutta Bossard Weibliches Idealbildnis um 1930-35 .jpgDas Schaffen von Johann und Jutta Bossard näherte sich zeitweise so eng aneinander an, dass es heute schwierig ist, die künstlerischen Handschriften voneinander zu trennen. Ausgewählte Werke aus dem umfangreichen Bestand der Kunststätte Bossard werden daher unter dem Aspekt der künstlerischen Entwicklung und der wechselseitigen Beeinflussung des Künstlerpaars präsentiert werden. Die Ausstellung zeigt Plastiken, vor allem Porträtköpfe, sowie Keramiken und weiteres Kunsthandwerk von der Hand Jutta Bossards zu sehen sein und im Vergleich mit den Werken ihres Ehemanns präsentiert. Wechselseitige Porträts dokumentieren die hohe Wertschätzung, die die Bossards als Liebende und auch als Künstler füreinander hegten. Erhaltene Originalmanuskripte sowie Fotografien erhellen die persönliche Beziehung der Bossards zueinander und runden die Ausstellung ab. 

Jutta Bossard Goßer Leuchter in Form eines Kopfes um 1926-30 .jpg 
Abbildungen:
Johann Bossard, Die drei Gesichter meiner Frau, 1932

Jutta Bossard, Weibliches Idealbildnis, um 1930/35, Keramik
Jutta Bossard, Großer Leuchter in Form eines Kopfs, um 1926/30

(Fotos Christoph Irrgang, Hamburg)

Gartenlust & Kunstvergnügen 2017
Gartenlust & Kunstvergnügen 2017

Pfingsten, 4. + 5. Juni - Informationen für Aussteller ...

mehr
Kunst. Vision. Gemeinschaft.
Kunst. Vision. Gemeinschaft.

Die neue Sonderausstellung zum Künstlerpaar Bossard ab 21. September ...

mehr
Neues Kursangebot
Neues Kursangebot

Achtung Schulen und KiTas! Neue Vermittlungsangebote ab August 2016 ...

mehr
Heiraten an der Kunststätte
Heiraten an der Kunststätte

Für den besonderen Moment - Feiern inmitten von Kunst und Natur ...

mehr
KINDERATELIER
KINDERATELIER

Immer dienstags an den Nachmittagen ...

mehr
Werkverzeichnis ist online
Werkverzeichnis ist online

Johann Bossards Druckgrafiken sind ab sofort im Internet einzusehen... ...

mehr
Stuhlpaten gesucht!
Stuhlpaten gesucht!

Unbequemes Sitzen bei Veranstaltungen adé.. ...

mehr
Kulturerbe
Kulturerbe

Die Kunststätte Bossard ist Träger des Europa-Nostra-Preises 2012 ...

mehr
Freundeskreis
Freundeskreis

Kunststätte Bossard e.V. ...

mehr
Shop
Shop

In unserem Museumsshop finden Sie alles rund um das Thema Kunst ...

mehr