Reden bei Bossard

Dr. Barbara Uppenkamp: 
"Die Hansische Hochschule für bildende Künste in Hamburg 1933–1945: Eine Institution im Nationalsozialismus"
Donnerstag, 12. Februar 2026, 18 Uhr, 10 €

 

© Ralf Weisslder

Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde die Hamburger Landeskunstschule in Hansische Hochschule für bildende Künste umbenannt und auf der Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 »gleichgeschaltet«.

Die »Gleichschaltung« bezeichnet den Prozess der radikalen Veränderung, mit dem alle Bereiche des öffentlichen Lebens ab 1933 ihrer organisatorischen und rechtlichen Eigenständigkeit beraubt wurden. Der »Gleichschaltungsprozess« diente dazu, alle Personen, die dem nationalsozialistischen Regime missliebig waren, aus öffentlichen Ämtern zu entfernen und durch regimetreue Parteigenossen zu ersetzen.

Die Professoren und Hochschulangestellten sowie die Studierenden waren davon gleichermaßen betroffen, jedoch traf die »Gleichschaltung« jede Person auf individuelle Weise. Zum einen wandte sich die totalitäre nationalsozialistische Politik generell gegen die moderne Kunst und Architektur. Zum anderen war sie zutiefst rassistisch geprägt und richtete sich besonders gegen jüdische Menschen.

Im Zentrum der Forschungen von Dr. Barbara Uppenkamp stand die Frage nach der Anpassungsbereitschaft und der Widerstandsfähigkeit einzelner Personen und Gruppen gegenüber dem totalitären Regime ebenso wie ihre weiteren Schicksale vor und nach der zwölf Jahre dauernden Epoche des »Dritten Reichs«.

Eintritt: 10 €

Anmeldung unter 04183 / 5112 oder info@bossard.de sowie Tickets an der Abendkasse

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